Der Garten…

2022

Gärten und Parks haben eine besondere Rolle als Ausgleich zum täglichen Leben.

Hier in Funnix ist man das Wagnis einer Symbiose „Kunst und Garten“ eingegangen; die Kunst wurde sozusagen mit „eingepflanzt“ bzw. in einem prozesshaften Weg der Gartengestaltung eingebaut. Bestimmte Ideen zur Pflanzengestaltung konnten nicht verwirklicht werden, da der Marschenboden als ehemaliges Schwemmland nur eingeschränkt für bestimmte Pflanzen tauglich ist. Der Eingang als „Vorgarten“ des Skulpturengartens ist somit als Grasgarten gestaltet: Durch ein schmales, langgestrecktes Gräsermeer führt ein Weg aus Gitterrosten, das wie ein Èntree in die Kunst wirkt. Zu beiden Seiten sind Plastiken und Skulpturen zu entdecken, eingebettet in Gräser wie Schinaschilf, Lampenputzergras, Palmwedelsegge und Bambus. Die Bepflanzung setzt die Kunstwerke, die in Dunkelgrau, Rot, Blau und Rostbraun die Farbakzente vorgeben, erst richtig in Szene. Die Wegeführung teilt sich dann und eröffnet so neue Perspektiven. Blütenfarben sind selten, gerade mal Goldfelberich, Frauenmantel und das gepfleckte Chinaschilf (Miscanthus `Zebrinus`) in Gelbtönen halten hier ein Stelldichein.

Der Garten besteht aus den Bereichen Eingangsbereich/Grasgarten, dem Ausstellungsgarten mit Teichen, „Kabinetten“, sogenannte Heckenzimmer aus verschiedenen Heckenpflanzen wie Rot- und Hainbuche, Liguster und anderen Gehölzen sowie dem Hausgarten – in dem nur noch ein alter Winterapfelbaum Zeuge des Nutzgartens aus dem neunzehnten Jahrhunderts ist.

Am Ende des Grundstücks steht der „Marschblick“, eine Corten-Skulptur als begehbare Treppe. Oben angekommen kann man sich auf ein Fensterbrett lehnen, die Geranien im Balkonkasten betrachten und entspannt durch den geöffneten Fensterrahmen in die flache ostfriesische Landschaft mit dem weiten Himmel hinausschauen.

Die ehemalige Kuhweide ist in der grünen Weite Ostfrieslands und in der „Mitte von Nirgendwo“ zu einer beliebten Garten-Oase der Kunst geworden.