David Lee Thompson
Geboren 1951 in Fargo, North Dakota, USA
„Benzo Gold-Win Meyer Presents.”,
Juni 1992, Stahl, Gummi, Plastic,
Kupfer, Glas und Seil, 58 x 104 x 42 cm
Nach seinem Studium zum Bachelor of Fine Arts-Sculpture am Moorhead State College im Bundesstaat Minnesota von 1969-1975, studierte David Lee Thompson anschließend für den Master of Fine Arts-Sculpture von 1975-1977 am College of Fine-Arts der Cornell University in Ithaca .
Mit Unterstützung von Victor Colby und Jason Seley, einer der ersten DAAD-Gäste in Berlin, verließ Thompson 1977 als „Master of Fine Art-Sculpture” Amerika, um bei Philip King und später bei David Evison an der Hochschule der Künste in Berlin erneut das Studium aufzunehmen, mit der Ernennung zum Meisterschüler und Abschluß in 1983.
Thompsons eigene Biographie jener Studienzeiten ist gekennzeichnet von den kulturellen Leitbildern einer veränderungsorientierten, nonkonformen, rebellischen, mitunter desintegrativen jungen Generation der ausgehenden 60er und beginnenden 70er Jahre in Amerika.
Dem Einbruch der Wirklichkeit in die amerikanische Kunst durch Siegeszug der Pop Art, folgte in der jüngeren Künstlergeneration die Infragestellung und Bedrohung jeglicher ästhetischer Kategorien – Sinnzusammenhänge und Ideologiegerüste, die zu den biographischen Eckpunkten David Lee Thompsons gehören.
Thompsons Arbeiten sind Entdeckungsreisen voller unerwarteter überraschungen, Ausflüge in eine vieldeutige, lustvolle, vertraute aber ebenso unbekannte und abenteuerliche Gegend. Von wo man auch startet, man kommt immer an, mal über Umwege, mal direkt. Und Eines ist sicher: nach dieser Reise ist man um ein Vielfaches reicher!