Herman Bartelds

„Phorte”, Granit/Messing 180 x 110 x 30 cm

Lebt und arbeitet in Enumatil (NL)
1956 Geboren in Haren
1976-1980 Studium an der ABK Minerva

Die Arbeit von Herman Bartelds wird von den vier Themen markieren, tragen, verbinden und bewegen bestimmt.

Markieren: Die Skulpturen markieren Stellen, Orte in der Umgebung. Sie bestimmen eine Grenze und scheinen den Betrachter zu fragen: Wer bist du? Woher kommst du? Wohin gehst du?

Tragen: In der Kultur der Indianer trägt man ein neugeborenes Kind nach draussen und hält es hoch über dem Kopf. Das Kind wird zum ersten Mal der Welt gezeigt und gleichzeitig sieht es die Welt zum ersten Mal.

Verbinden: Ebenso wie tragen ist verbinden ein Thema in der Arbeit von Herman Bartelds, das regelmässig zurückkehrt. ”Im Verbinden bringt man Extreme zusammen” sagt er. Ă„usserste kann man unterschiedlich betrachten: Innen - Aussen, Vergangenheit - Zukunft, Leicht - Schwer. Immer geht es um die Frage: Wie man sich selbst dazu verhält. Diese Frage stellt Bartelds dem Betrachter.

Bewegen: Das senkrechte Element ist ein auffälliges Merkmal in seiner Arbeit. Seine Plastiken richten sich, wie der Mensch, aus der horizontalen Haltung auf und bleiben, gleich dem Mensch, mit ihren Füßen kraftvoll auf dem Boden stehen.

Herman Bartelds schafft keine unverbindliche Kunst die unterhaltend sein will. Natürlich kann man bei seiner Arbeit von Schönheit sprechen, wenn man von dem Puren ausgeht, das diese Plastiken ausstrahlen. Ihm geht es mehr um das, was in dem Werk verborgen liegt.